Zu Tisch in der Sologne

Wild einmal anders: Wildschwein lässt sich ausgezeichnet mit einer auf Weißwein basierenden Marinade zubereiten. Das Fleisch wird zart und bekommt einen fruchtigen Geschmack.

Zutaten (8 Portionen):

Marinade:
Thymian
Rosmarin
2 Blatt Lorbeer
3 Karotten
2 Selleriestangen
2 mittelgroße Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
50 ml Armagnac
750ml Weißwein 
100 ml Olivenöl

Ragout:
1000 g Wildschwein
50 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer
30 g Butter
40 g Mehl

Zubereitung:

Marinade:

Die Karotten schälen, in Scheiben schneiden, den Sellerie in kleine Stücke teilen, die Zwiebeln grob hacken. Die ungeschälten Knoblauchzehen mit dem Messerrücken zerdrücken.

Das kleingeschnittene Wildschweinfleisch mit Thymian, Rosmarin und den Lorbeerblättern in eine große Schüssel legen. Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie und die Karotten dazugeben. Das Olivenöl, den Armagnac und den Weißwein darüber gießen, sodass das ganze Fleisch bedeckt ist. Die Schüssel mit einer Plastikfolie zudecken und das Fleisch mindestens 12 Stunden marinieren. 

Ragout:

Die Marinade durch ein grobes Sieb gießen. Die Flüssigkeit mit dem Gemüse aufheben und das Fleisch abtropfen lassen. 

In einem großen Schmortopf die Butter zergehen lassen, das Olivenöl hinzugeben und das marinierte Wildschweinfleisch von allen Seiten anbraten. 

Wenn das Fleisch goldbraun ist, das Mehl darüber streuen. Die Marinade und das Gemüse in einen Topf geben und aufkochen. Das Fleisch hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles auf kleiner Flamme etwa drei Stunden köcheln lassen.

Tipp: Verwenden Sie für die Marinade und auch bei Tisch einen Loire-Wein, z.B. einen Cheverny. Servieren Sie das Ragout mit Bandnudeln, Kartoffeln oder Polenta.

Zubereitungszeit: 210 Minuten

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Robert Mugabe: Vom Volkshelden zum Diktator

Viele Afrikaner sahen in Robert Mugabe den strahlenden Führer, der im Jahr 1980 Simbabwe die Unabhängigkeit von Großbritannien brachte. Doch im Laufe seiner Amtszeit verdunkelte sich dieses Bild. Seit den späten neunziger Jahren galt er im Westen als brutaler Diktator, der sein Land in den Ruin trieb.

Robert Gabriel Mugabe kam 1924 zur Welt, in einem kleinen Dorf südlich von Salisbury, der Hauptstadt der damaligen britischen Kolonie Südrhodesien. Seine Eltern waren einfache Bauern und streng katholisch. Mugabe besuchte mehrere Schulen des katholischen Jesuiten-Ordens. Er sei ein schüchternes Kind gewesen, das sich von den meisten Menschen abgrenzte, schreiben Biografen. “Seine einzigen Freunde sind seine Bücher”, wird sein Bruder Donallo in der Biografie “Dinner with Mugabe” zitiert.

Nach seiner Ausbildung als Grundschullehrer studierte Robert Mugabe im damaligen Südrhodesien, in Tansania und Ghana. Sieben Universitätsabschlüsse erlangte er im Laufe seines Lebens – drei davon in Gefangenschaft. In Ghana lernte er auch seine erste Ehefrau Sally kennen. Lange Zeit war sie auch seine engste Freundin und politische Beraterin. Als er 1960 nach Südrhodesien zurückkehrte, schloss sich Mugabe der Freiheitsbewegung an. Zunächst kämpfte er gegen die britische Kolonialmacht, später gegen die weiße Minderheitsregierung von Ian Smith, die für ein striktes System der Rassentrennung stand. 1964 wurde Mugabe verhaftet und musste für über zehn Jahre ins Gefängnis.

Gefangenschaft, Unabhängigkeitskrieg und Aufschwung

Nicht einmal an der Beerdigung seines Sohnes 1966 durfte er teilnehmen. In den Augen der schwarzen Simbabwer wurde Mugabe zum Volkshelden.

Nachdem er 1975 aus dem Gefängnis freigekommen war, kämpfte Mugabe erfolgreich für die Unabhängigkeit Südrhodesiens. Bei den ersten Wahlen 1980 wurde er zum Premierminister gewählt. Öffentlich predigte er Versöhnung: “Ich möchte Sie dringend bitten, egal, ob Sie weiß oder schwarz sind, mit mir zusammen unsere düstere Vergangenheit zu vergessen, uns gegenseitig zu vergeben und uns in Freundschaft die Hand zu reichen”, sagte er nach seiner Amtseinführung.

Robert Mugabe - Simbabwe vor der Unabhängigkeit (picture-alliance/dpa)

Robert Mugabe nach den erfolgreichen Unabhängigkeitsverhandlungen in London im Dezember 1979

In den Jahren danach führte er die freie Schulbildung und eine medizinische Grundversorgung für Menschen mit geringem Einkommen ein. Auch wirtschaftliche Reformen brachten enormen Aufschwung. Die Lebenserwartung stieg. Die britische Königin schlug ihn zum Ritter, in vielen westlichen Hauptstädten war Mugabe ein gern gesehener Gast. Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker bezeichnete ihn als “klugen, besonnenen Politiker, der um Ausgleich bemüht ist”.

Die politische Wende

Während der Westen ihn feierte, lernten die Menschen in Simbabwe die andere Seite des Freiheitskämpfers kennen: Nachdem er sich mit seinem früheren Verbündeten Joshua Nkomo 1982 überworfen hatte, tötete Mugabes Armee tausende Nkomo-Anhänger. Drei Jahre später schlossen die beiden Widersacher einen Waffenstillstand. Mugabe ernannte Nkomo zu seinem Vizepräsidenten.

1992 starb Mugabes Frau Sally. Von diesem Zeitpunkt an veränderten sich sein Privatleben und auch sein politischer Kurs in der Öffentlichkeit. Er lebte nun mit seiner ehemaligen Sekretärin Grace zusammen, mit der er zuvor eine jahrelange Affäre gehabt hatte. 1996 heirateten sie. Im Gegensatz zu Sally war Grace als First Lady unbeliebt. “Gucci Grace” nennen sie die Simbabwer – eine Anspielung auf ihre ausschweifenden Shopping-Touren in aller Welt.

Simbabwe Protest Journalisten (DW/C. S. Mavhunga)

Vor einem Jahr: Robert und Grace Mugabe

Während die Bevölkerung mit Cholera, Lebensmittelknappheit und Inflation fertig werden musste, lebte das Präsidentenpaar im Überfluss. Allein Mugabes Feier zum 88. Geburtstag soll rund eine Million US-Dollar gekostet haben. Zum 91. ließ der greise Machthaber mehrere Elefanten schlachten, dazu wurden in einem Luxushotel 91 Kilo Backwerk in Form der Viktoriafälle serviert. Die Opposition kritisierte die Party als “obszön”.

Land am Abgrund

Im Jahr 2000 brach der Westen mit Mugabe. Mit seiner Billigung hatten ehemalige Bürgerkriegs-Veteranen zuvor die Farmen weißer Simbabwer gestürmt und besetzt. Obwohl die Weißen nur ein Prozent der Bevölkerung stellten, gehörten ihnen rund 70 Prozent des Farmlandes. Mugabe rechtfertigte diese Politik mit der Notwendigkeit, das ökonomische Gleichgewicht zwischen weißen und schwarzen Bauern wiederherstellen zu wollen. “Der weiße Mann ist nicht heimisch in Afrika. Afrika gehört den Afrikanern! Und Simbabwe gehört den Simbabwern!”, sagte der Machthaber. Doch ein Großteil des Landes ging an Politiker und Mugabe-Freunde.

Viele Farmen lagen bald brach, weil die neuen Besitzer keine Erfahrung in der Landwirtschaft hatten. Eine beispiellose Wirtschaftskrise war die Folge. Im Jahr 2008 lag die Inflationsrate im Bereich von Trillionen – ein trauriger Weltrekord. Mugabe machte den Westen, der Sanktionen gegen Simbabwe verhängt hatte, für die Krise verantwortlich.

Aufgrund von Menschenrechtsverletzungen, Wahlbetrug und Einschränkungen der Pressefreiheit verhängten die USA und Europa schließlich ein Einreiseverbot gegen Mugabe. Mehrere Auszeichnungen, darunter zwei Ehrendoktortitel, wurden ihm aberkannt. Auch in Simbabwe machte sich der Langzeitherrscher immer unbeliebter: 2008 verlor seine Partei die Parlamentswahlen.

Auf Druck Südafrikas musste Mugabe mit der MDC-Partei seines Rivalen Morgan Tsvangirai eine Koalition bilden. Die endete jedoch mit den Wahlen im Jahr 2013, aus denen Mugabe mit seiner Partei als Sieger hervorging. Zum siebten Mal wurde er für eine fünfjährige Amtszeit vereidigt. 

Die letzten Jahre seines Lebens

In den letzten Jahren seines Lebens klammerte sich Mugabe an sein Amt – trotz wachsenden Drucks, abzudanken. Als Nachfolgerin brachte er seine Frau Grace in Stellung, damit das höchste Staatsamt in der Familie bliebe. Diesen Plänen schob das Militär einen Riegel vor, als es den Präsidenten am 14. November unter Hausarrest stellte und de facto die Macht im Staate übernahm. 

Simbabwe Mugabe verkündet bei TV-Ansprache nicht wie erwartet Rücktritt (picture alliance/AP Photo/Zimbabwe Herald)

November 2017: Das Militär übernimmt die Macht in Simbabwe

Obert Gutu, ein Mitglied der MDC, zog schon vor Jahren ein düsteres Fazit zur Regierung des nun zurückgetretenen Präsidenten: “Als wir im Jahr 1980 die Unabhängigkeit erlangten, herrschte im Land eine enthusiastische Stimmung. Wir alle glaubten, dass wir als Nation wachsen und erfolgreich sein würden.” Doch diese Hoffnungen hätten sich bald zerschlagen: “Wir wurden Zeugen der Einsetzung eines korrupten, intoleranten Regimes. Leider ist der Großteil der Simbabwer heute ärmer als sie es 1980 waren”, so Gutu.

Robert Mugabe wird wohl vielen als ein Politiker mit zwei Gesichtern in Erinnerung bleiben: ein früherer Freiheitskämpfer, der sich zum Diktator wandelte.

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Tognoni: "Das Problem liegt bei der FIFA"

DW: Herr Tognoni, Sie sind ein Kenner der Macher des katarischen Fußballs - wie zuversichtlich ist man dort, die WM trotz der Negativschlagzeilen wie geplant ausrichten zu können?

Guido Tognoni: Die Zuversicht ist dort nach wie vor groß, und es gibt wahrscheinlich auch keine Gründe, nicht zuversichtlich zu sein. Seit der Wahl von Katar wird das Land von negativen Schlagzeilen umtost, und das geht eigentlich schon über Jahre hinweg so. Die haben in letzter Zeit wieder zugenommen. Aber für Katar selbst steht außer Zweifel, dass sie die WM organisieren werden, außer es gibt noch eine politische Umwälzung.

In Katar behauptet man, viele Fortschritte zu machen: bessere Arbeitsbedingungen für die Gastarbeiter, hohe Anstrengungen für die Sicherheit, und man distanziert sich von jeglicher Korruption. Taugt die WM 2022 nun plötzlich zum Vorbild?

Nein, eine Weltmeisterschaft in einem Wüstenstaat wie Katar wird nie zum Vorbild taugen. Aber sie wurde nun mal von der FIFA dorthin vergeben. Die Gastarbeiter haben es in Katar sicher besser als in manch anderen Staaten in der Golfregion. Katar hat viel Druck bekommen, das ist richtig. Was nicht richtig ist, ist die Tatsache, dass man alle anderen Staaten der Region außer Betracht lässt. Die Katari haben Fortschritte gemacht, und man wird das sicher auch noch feststellen.

Beim FIFA Prozess in New York tauchte schon am zweiten Verhandlungstag das Kürzel ”Q2022″ auf – und zwar als Verwendungszweck für Schmiergeldzahlungen an zwei Funktionäre. Welches Licht wirft das auf die WM in Katar?

Ich glaube, niemand hat geglaubt, dass Katar die Weltmeisterschaft aufgrund des guten Bewerbungsdossiers bekommen hat. Jeder hat gewusst, dass da einiges gelaufen ist, wie übrigens auch bei anderen Weltmeisterschaften - zum Beispiel beim Sommermärchen in Deutschland. In der Fifa bekam man in jüngster Vergangenheit nie etwas gratis. Was Katar betrifft: Jemand (Zeuge Ale­jan­dro Burz­aco, Anm. d. Red.) hat nun unter Eid ausgesagt, dass bei der Vergabe an Katar Geld geflossen sein soll. Der Empfänger des Geldes ist mittlerweile tot. Ich zweifle nicht daran, dass da einiges passiert ist. Aber ich frage mich: Wo liegt das Problem? Liegt das Problem bei den Empfängern, also bei der höchsten Behörde der FIFA, die sich bestechen ließ? Oder liegt das Problem bei denen, die geben, das heißt jene Verbände und jene Nationen, die unbedingt eine WM haben wollten? Diese Antwort kann jeder für sich selber geben. Ich persönlich wäre in diesem kommenden Verfahren lieber der Anwalt der Katari als der Anwalt der FIFA.

Fußball-WM 2022 in Katar (picture-alliance/dpa/Gebert)

Katar ist zu einem mächtigen Player des Sports gereift – und spielte laut Tognoni nach den Regeln der FIFA

Hat Katar die WM gekauft?

Eins ist interessant: Katar gerät von Anfang an in den Generalverdacht der Korruption. Von Russland redet kein Mensch. Am gleichen Tag an gleicher Stelle haben die gleichen Leute innerhalb von zwei Stunden zwei Weltmeisterschaften vergeben. Dass im Exekutivkomitee der FIFA korrupte Leute saßen, ist völlig unbestritten. Dass diese Leute ausgerechnet bei Katar und Russland nicht die Hand aufgemacht haben sollen, das glaube ich nicht. Das Problem liegt bei der FIFA, nicht bei den gastgebenden Verbänden. Wenn man die WM nur so holen kann, dass man für Stimmen Geld gibt, dann ist das ein großes Problem. Die Verbände waren gezwungen, etwas zu tun, sonst hätten sie die Weltmeisterschaft nicht bekommen.

Sollten sich die Vorwürfe in New York erhärten und bewiesen werden, dass FIFA-Funktionäre von Katar oder auch Russland bestochen wurden – kann die FIFA überhaupt einem Gastgeber eine WM wieder entziehen?

Wie soll eine Institution, die sich bestechen ließ, einem Land wie Katar die WM wieder wegnehmen? Es fällt mir schwer, das zu glauben. Theoretisch ist alles möglich. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die FIFA mit Katar einen Veranstaltungsvertrag unterzeichnet hat. Und da rauszukommen, das wird extrem schwierig und wenn dann auch nur unter großen Schmerzen. Schmerzen bedeuten in diesem Zusammenhang große Schadenersatzzahlungen. Die würden sich in der Höhe von Hunderten von Millionen Euro bewegen. Katar hat guten Glaubens sehr viel investiert in die Weltmeisterschaft, und all diese Investments werden sie nicht einfach auf sich sitzen lassen.

Die FIFA gibt sich derzeit viel Mühe, die Enthüllungen im New Yorker Prozess ausschließlich als Aufarbeitung der Vergangenheit zu betrachten. Ist die FIFA heute ein besserer Verband?

Guido Tognoni (picture-alliance / Sven Simon)

Guido Tognoni in seinem früheren Leben als Manager bei der FIFA

Man muss zumindest davon ausgehen, dass der neue FIFA-Präsident (Gianni Infantino, Anm. d. Red.) von all diesen Sachen nichts gewusst hat. Er war nicht beteiligt. Er kann guten Gewissens sagen: ‘Ich habe damit nichts zu tun.’ Er war damals (zum Zeitpunkt der WM-Doppelvergabe, Anm. d. Red.) noch gar nicht im Amt. In der Zwischenzeit sind ja auch die meisten Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees entweder gestorben oder ausgeschlossen worden. Es gibt eine neue FIFA, die mit den Vorgängen in Katar praktisch nichts zu tun hat.

Teil der Vergangenheitsbewältigung ist auch die Aufarbeitung des sogenannten Sommermärchens, der WM 2006 in Deutschland. Sie haben kürzlich bei den Schweizer Behörden gesagt, dass sie es für die plausibelste Erklärung halten, dass mit den ominösen 6,7 Millionen Euro, die 2002 an Mohammed bin Hammam gezahlt wurden, Stimmen für die WM 2006 gekauft wurden. Warum?

Ich glaube nicht, dass ich das so gesagt habe. Ich habe gesagt, es ist absolut nicht auszuschließen, dass es so war, weil es immer Geld bezahlt wurde, auch bei früheren Weltmeisterschaften. Ich halte das für eine plausible Möglichkeit. Aber mir hat Mohamed bin Hammam persönlich gesagt: ‘Es ist alles ganz anders, als alle meinen.’ Das habe ich auch zu Protokoll gegeben. Das Rätsel um die WM 2006 ist bisher nicht gelöst, und Mohamed bin Hammam wird es wohl auch für sich behalten.

Wird die ganze Wahrheit im Sommermärchen-Skandal jemals ans Licht kommen?

Ich bezweifle das. Die Summen, die da in Bezug auf das Sommermärchen 2006 genannt werden, sind Peanuts im Vergleich zu den Summen, die beim Prozess in New York genannt werden. Was sind die 6,7 Millionen Euro an Bin Hammam im Vergleich zu 150 Millionen US-Dollar an Schmiergeldzahlungen. Das was in Deutschland passiert ist, ist – gemessen am korrupten Zustand des Fußballs – den Aufwand nicht wert. Ein anderes Land als Deutschland würde sich nicht so gründlich darum bemühen. Ich glaube nicht, dass man überhaupt auf den Kern der Sache gekommen ist, weil Mohamed bin Hammam ein Mann ist, der nicht redet. Er ist ein zweiter Helmut Kohl. Wenn der Hauptbeteiligte nicht reden mag, dann wird es schwierig für die Justiz, die ganze Wahrheit herauszufinden.

Guido Tognoni (67) ist studierter Jurist. Nach seiner Tätigkeit als Sportjournalist arbeitete er von 1984 bis 1995 als Mediendirektor bei der FIFA und wurde dann vom damaligen Präsident Sepp Blatter entlassen. Heute ist er einer der schärfsten Kritiker des Fußball-Weltverbandes.

Das Interview führte Joscha Weber.

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Frankfurt profitiert nicht direkt vom Brexit

Am Finanzplatz Frankfurt gibt man sich als guter Verlierer: Die Europäische Bankenaufsicht EBA wird nicht, wie von vielen in Frankfurt gewünscht, von London an den Main ziehen, sondern an die Seine.  Das ist seit Montagabend klar.

Lutz Raettig, Präsident der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance, gratulierte Paris zur Ansiedlung der EBA, auch wenn er immer noch der Auffassung sei, Frankfurt erfülle insgesamt die Kriterien der Vergabe am besten. Die Entscheidung für Paris sei offenbar eine politische gewesen zugunsten des Prinzips einer EU-weiten Verteilung der Institutionen.

EZB, Eiopa, EMSA und die EBA …

Dennoch ist es ein herber Rückschlag für Frankfurt. Die EBA ist zwar mit 220 Beschäftigten – externes Personal eingeschlossen -  eine kleine EU-Behörde, aber es wäre als Signal für den Standort Frankfurt wichtig gewesen, sie an den Main zu holen, hört man in Bankenkreisen. Denn wenn man die Finanzaufsichtsbehörden geschlossen nach Frankfurt geholt hätte, hätte man die Chance auf einen effektiveren Zuschnitt der Aufsichtsbehörden gehabt. Dabei war etwa davon die Rede gewesen, die operative Bankenaufsicht der EZB mit der normativen Aufsicht der EBA in einer Behörde zu bündeln.

Denn Nachteil der Bankenaufsicht bei der EZB ist ja, dass die Notenbank immer wieder in der Diskussion ist, ob ihre Geldpolitik wirklich unabhängig ist – auch wenn die Bankenaufsicht räumlich und organisatorisch weitgehend getrennt ist von der eigentlichen Notenbank. In jüngerer Zeit hatte man auch über eine Bündelung der Banken mit der Versicherungsaufsicht Eiopa nachgedacht, die ihren Sitz ebenfalls in Frankfurt hat. In Paris ist hingegen die Europäische Wertpapier- und Aufsichtsbehörde ESMA angesiedelt. 

Nicht die Aufsicht kommt, aber andere Banken …

Dass als Folge nun weniger Banken nach Frankfurt kommen könnten, diese Sorge hat man am Finanzplatz nicht. Am Montag schon hatte sich Hans-Walter Peters, Präsident des Bankenverbandes und Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter der Privatbank Berenberg, zuversichtlich gegeben: “Durch den Brexit wird die Stadt als Finanzplatz noch weiter an Bedeutung gewinnen – und das unabhängig von  der Entscheidung.”

15 Banken haben dem Vernehmen nach bei der deutschen Finanzaufsicht BaFin inzwischen einen Antrag auf Erteilung einer Banklizenz gestellt. Die Behörde bestätigt das nicht. Darunter sollen aber vier japanische Banken, vier große amerikanische, die Silicon Valley Bank und die südkoreanische Woori Bank sein. Unter den vier großen amerikanischen ist auch Goldman Sachs, die allerdings auch in Paris einen weiteren kontinentaleuropäischen Standort eröffnen wollen.

JP Morgan ist zwar schon in Frankfurt vertreten, will aber, so hört man, offenbar sein Geschäft ausweiten. Bisher betreiben die Amerikaner vor allem Unternehmensgeschäft in Frankfurt, wollen sich aber nun auch im Handelsgeschäft engagieren. Dazu aber benötigen sie eine andere Banklizenz, weil dieses Geschäft risikoreicher ist und deshalb mehr Kapitalunterlegung erfordert.

Wieviel Mitarbeiter ihren Wohnsitz an den Main verlegen werden ist ebenfalls noch unklar: Wenn diese 15 Banken zwischen 200 und 300 Mitarbeiter einstellen würden, käme man auf etwa 3000 bis 5000 Jobs, rechnet Oliver Wagner vor, Geschäftsführer des Verbands der Auslandsbanken. Die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance hatte diese Zahl bisher auf insgesamt etwa 10.000 geschätzt – dabei war die EBA-Ansiedlung Voraussetzung.

… und möglicherweise auch Geschäfte

Aber nicht nur sie: Auch das Geschäft mit dem Euro-Clearing wird aus London verlagert werden, ein billionenschweres Derivategeschäft. Auch das ist noch nicht endgültig ausgemacht. Allerdings hat die Deutsche Börse im Oktober ein Konzept vorgestellt, mit dem sie die Banken locken will, dieses Geschäft nach dem Brexit nach Frankfurt zu verlagern.

Die zehn größten Kunden sollen künftig am wirtschaftlichen Erfolg des Clearinggeschäfts beteiligt werden. Etwa 20 Marktteilnehmer aus den USA, Großbritannien und Kontinentaleuropa hätten sich inzwischen für eine Teilnahme entschieden, sagte Eric Müller, Chef der Deutsche-Börse-Tochter Eurex Clearing, dem Handelsblatt. Banken, die weltweit “für 80 bis 90 Prozent des Volumens am Markt für Zinsswaps stehen”, seien an Bord.

Auch die britische LCH will über ihre Tochter in Paris an diesem Geschäft teilhaben. Doch noch hat sie kein Angebot vorgelegt. Da könnte es also zu einem Wettlauf zwischen beiden kommen, vermuten Banker. “Es ist gut, dass die Deutsche Börse da handelt”, sagt Oliver Wagner vom Verband der Auslandsbanken. Sollte sich das Clearinggeschäft erst einmal an einem Platz neu etablieren, könnten auch andere folgen – wie etwa das Währungsgeschäft. Nicht nur die Banker in Frankfurt beobachten also mit Spannung, wer in diesem Wettlauf gewinnen wird. Entschieden ist der noch nicht.

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Tsipras verteilt Weihnachtsgeschenke

“Soziale Dividende” wird das Geldgeschenk genannt. Damit ist gemeint, dass sich die Staatseinnahmen im laufenden Jahr prächtig entwickeln und nun auch die Bedürftigen vom Wirtschaftsaufschwung in Hellas profitieren sollen. Die linksgeführte Athener Regierung verweist auf einen deutlichen Primärüberschuss im Haushalt. Das heißt, dass der Fiskus viel mehr einnimmt als er ausgibt – wenn Zinszahlungen nicht mitgerechnet werden. Damit bekommt Linkspremier Alexis Tsipras finanzpolitischen Spielraum, um pünktlich zur Weihnachtszeit Geldgeschenke an die sozial Schwachen zu verteilen. “Das entspricht unserer Ideologie, das ist unsere Seele”, erklärt im Parlament der Fraktionssprecher der regierenden Linkspartei, Makis Balaouras.

Jorgos Tzogopoulos, Analyst bei der Athener Denkfabrik ELIAMEP, sieht das differenziert: Tsipras habe sich in den vergangenen Jahren verwandelt. Er sei nicht mehr der Linksaktivist, der Europa verändern will, sondern ein Haushaltspolitiker, der in einem von den Geldgebern vorgegebenen Rahmen agiert, meint der Politikwissenschaftler im Gespräch mit der DW. Er sagt aber auch: “In diesem Rahmen versucht Tsipras immerhin, Rücksicht auf diejenigen zu nehmen, die ganz unten sind. Das kommt bei Kleinverdienern und Rentnern gut an”. Über drei Millionen Bedürftige profitieren von der sogenannten sozialen Dividende, die nach strengen Einkommenskriterien gewährt wird. Beispiel: Alleinverdiener mit einem Jahreseinkommen bis zu 9.000 Euro bekommen eine Einmalzahlung zwischen 250 und 450 Euro zum Jahresende, für ein verheiratetes Paar mit zwei Kindern sind es sogar bis zu 900 Euro.

Griechenland Athen Proteste gegen Sparprogramm (Getty Images/AFP/L. Gouliamaki)

Tsipras steht unter Druck – Proteste gegen sein Sparprogramm in Athen

Überschuss: Fiktion oder Wirklichkeit

Premier Tsipras macht deutlich, dass die Geldgeschenke fortgesetzt werden, sollten die Staatseinnahmen weiter ansteigen. Und er geht schonmal davon aus: Laut Regierungsangaben soll der Primärüberschuss im Staatshaushalt in diesem Jahr die Vorgabe von 1,75 Prozent der Wirtschaftsleistung deutlich übertreffen und 2018 aller Voraussicht nach sogar weiter steigen. “Der Ministerpräsident spielt wohl den Weihnachtsmann”, spottet der konservative Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis im Parlament.

Der wirtschaftsliberale Politiker glaubt, ein Haushaltsüberschuss sei nur deshalb zustande gekommen, weil der Staat Zahlungen einstellt und die Mittelklasse auch noch überbesteuert. Davon will Arbeitsministerin Efi Achtsioglou nichts wissen: “Der Überschuss kommt vor allem durch Entlastung der Sozialkassen zustande, und diese ist wiederum ist auf geringere Arbeitslosigkeit und erhöhte Sozialbeiträge zurückzuführen”, sagt die Ministerin im Parlament. “Auch die Regelung von Altschulden habe zur Verbesserung der Staatsfinanzen beigetragen”, berichtet sie.  

Trotz heftiger Kritik haben alle Oppositionsparteien – mit Ausnahme der rechtsextremen Goldenen Morgenröte – im Parlament für die Einmalzahlungen an Bedürftige gestimmt. Darin zeige sich ein gewisses Richtungsdilemma des konservativen Oppositionsführers Kyriakos Mitsotakis, glaubt Politikwissenschaftler Tzogopoulos: “Das Sparprogramm wäre durch die Geldgeber für alle potentiellen Regierungschefs mehr oder weniger vorgegeben. In diesem Rahmen vermittelt Tsipras allerdings den Eindruck, dass er sich verstärkt um die sozial Schwachen kümmert, und die Frage lautet nun, ob Mitsotakis ein glaubwürdiges Gegenangebot parat hat.”

Warten auf die Geldgeber

Schon einmal hat sich Tsipras besonders spendierfreudig zum Jahresende gezeigt: Im Dezember 2016 ließ der Linkspolitiker unter Hinweis auf den sich abzeichnenden Primärübeschuss 600 Millionen Euro an Kleinrentner verteilen. Schon damals sprach die konservative Opposition von einem Ablenkungsmanöver nach dem Prinzip “Linke Tasche, rechte Tasche”. Auch die Geldgeber Griechenlands zeigten sich kaum begeistert über Geldgeschenke, die mit ihnen offenbar nicht abgesprochen waren. Ob sie in diesem Jahr Verständnis aufbringen, wird sich bald zeigen: In den nächsten Tagen werden die Kontrolleure der Gläubiger in Athen erwartet, um griechische Reformbemühungen erneut unter die Lupe zu nehmen.

Griechenland Athen Parlament (Reuters/A. Konstantinidis)

Trotz Kritik: fasst einstimmig hat das griechische Parlament das Gesetz über die “soziale Dividende” verabschiedet

Eine Entscheidung über die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Athen wird allerdings nicht vor Januar 2018 erwartet. “Ich vermute, dass die Geldgeber mit den Einmalzahlungen für Hilfsbedürftige einverstanden sind; sonst sehe ich weitere Sparmaßnahmen auf uns zukommen”, meint Analyst Tzogopoulos.

Überschattet wurde die Debatte im Parlament von schweren Überschwemmungen im Westen Athens. Einundzwanzig Menschen starben, eine weitere Person wird vermisst, viele Bewohner sind obdachlos. Auch hier will Tsipras eingreifen und verspricht Soforthilfen in Höhe von 5.000 Euro pro Haushalt. Vermutlich rechnet der Ministerpräsident damit, dass zumindest ein Teil der Kosten von der EU übernommen wird.

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Rechter Terror in Deutschland: "Aus dem Nichts"

Für Fatih Akin war es wohl auch ein Befreiungsschlag. “Aus dem Nichts” ist wieder ein Film, der emotional und packend ist, der relativ schnell gedreht und produziert wurde, ein echter Fatih-Akin-Film eben. Man muss ein wenig zurückblenden, um zu verstehen, um was es geht. Im September 2014 präsentierte der Hamburger Filmemacher beim Festival in Venedig seinen Wettbewerbsbeitrag “The Cut”. Akins bisher aufwendigster Film scheiterte krachend. Beim Festivalpublikum, bei der Kritik, später auch im Kinoalltag.

Fatih Akin überwand die Krise von “The Cut”

“The Cut” beschäftigte sich mit dem Armenien-Drama, jenem Völkermord, der schon zu schweren diplomatischen und politischen Verwerfungen zwischen der Türkei und Deutschland geführt hat. Es war ein historischer Film, weit ausholend in seinem Erzählansatz, mit langer Vorbereitungszeit, detailgenau, ein Epos. Dazu mit einer Botschaft. Aber es war wohl nicht unbedingt Akins Sache. Der Regisseur, der zuvor für seine witzigen und meist hochdramatischen Kiez-Storys bekannt war, hatte sich mit der aufwendigen Produktion offenbar verhoben.

70th Cannes Film Festival - Abschlußzeremonie mit Akin und Kruger (picture-alliance/abaca/M. Yalcin)

Gutgelaunt nach der Cannes-Premiere: Fatih Akin und Diane Kruger

Als er das Drehbuch zu seinem neuen Film “Aus dem Nichts” geschrieben habe, sei er “in einer sehr fatalistischen Phase” gewesen, sagte Akin vor kurzem in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung”: “An ‘The Cut’ habe ich ja wahnsinnig lange gearbeitet, fünf Jahre etwa. Und ich würde mal sagen, ich habe mich unterwegs ein bisschen verzettelt.” Er habe wohl einfach zu viel Zeit gehabt, für das Drehbuch und die Produktion, beim Drehen, beim Austüffteln von Ausstattungsdetails: “Wenn man zu sehr auf solche Dinge achtet, vergisst man darüber ein bisschen das Drama, das man erzählen wollte, das Innenleben der Hauptfigur.”

“The Cut” und “Tschick” bereiteten den Weg für “Aus dem Nichts”

“Aus dem Nichts” sei dann “der schnellste Film, den ich je gedreht habe”. Gelernt habe er das aber auch durch die Arbeiten für die Verfilmung von “Tschick”: Das Jugenddrama nach einem Buchbestseller, das Akin im vergangenen Jahr ins Kino gebracht und bei dem er kurzfristig die Regie übernommen hatte, weil der ursprünglich vorgesehene Regisseur hinschmiss, musste schnell realisiert werden. 

Erst die lange und offenbar auch frustrierende Produktion von “The Cut”, dann der Schnelldurchlauf bei “Tschick” - für die Arbeit zum neuen Film “Aus dem Nichts” waren diese Erfahrungen wichtig. Akin ist ein Spezialist für “kleine” Geschichten einfacher Leute voller Drama und Emotion. Kein Regisseur für episches Kino.

Filmstill - Aus dem Nichts von Fatih Akin mit Diane Kruger sitzend im Busch mit Waffe (picture-alliance/dpa/Warner Bros.)

Emotionales Drama einer Frau: Diane Kruger in “Aus dem Nichts”

“Aus dem Nichts” ist wieder so ein Film, in dem die Leinwand vor Emotionen praktisch birst - so wie das vor vielen Jahren auch bei “Gegen die Wand” der Fall war - jenem Film, mit dem der Hamburger 2004 das Berlinale-Publikum von den Stühlen riss.

Natürlich kam noch ein zweiter Grund dazu: Fatih Akins Verstörung und Wut über die Morde des NSU und vor allem die Art und Weise, wie Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst mit den Verbrechen umgegangen sind. Zunächst wurden Angehörige und das familiäre Umfeld unter die Lupe genommen. Die Opfer wurden im Frühstadium der Untersuchungen zu Tätern gemacht.

Fatih Akin: “Das hätte auch mich treffen können.”

Er habe das als skandalös empfunden, “dass die Ermittler davon ausgingen, dass die Opfer und ihre Familien irgendwie Dreck am Stecken hatten - einfach aufgrund der Herkunft”, so Akin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Für den Regisseur war das auch eine sehr persönliche Sache. Schließlich ist auch Akin ein sogenannter “Deutscher mit Migrationshintergrund”: “Als jemand mit türkischem, mit ausländischem Hintergrund hatte ich (…) schon das Gefühl, das mich das persönlich angeht. Das hätte auch mich treffen können.”

Drehszene mit Akin und Kruger zum Film «Aus dem Nichts» (Warner Bros. )

Bei den Dreharbeiten: Akin und Kruger

Ursprünglich hatte Akin “Aus dem Nichts” mehr als Justizdrama geplant. Doch sein Co-Autor, Hark Bohm, habe ihm sein Drehbuch “um die Ohren gehauen”, so Akin gegenüber der SZ. Das Buch schrieb er daraufhin um. Jetzt besteht der Film aus drei Teilen. Zunächst erleben die Zuschauer den Anschlag auf den Ehemann der von Diane Kruger gespielten Hauptfigur. Auch deren gemeinsamer Sohn wird getötet. Dann wird “Aus dem Nichts” zu einem Justizdrama. Im finalen Teil entwickelt sich der Film zu einer Rachegeschichte mit starken Thrillerelementen.

Diane Kruger gibt den Herzschlag des Films vor

Diane Kruger bekam für ihren beherzten Auftritt in Cannes den Preis für die beste Darstellerin. Sie spielt eine zunächst fassungslose Frau, die erkennen muss, dass sie ihren Mann und ihr Kind durch einen feigen Anschlag verloren hat - und die sich dann in einen Menschen verwandelt, der nach Rache sinnt.

So ist “Aus dem Nichts” möglicherweise auch für Diane Kruger ein Befreiungsschlag. Die in Deutschland geborene Aktrice, die zuvor nie in ihrer Heimat in einem deutschen Film mitgespielt hatte, war von der Kritik meist als schauspielerisches Leichtgewicht wahrgenommen worden. Mit ihrem furiosen Auftritt in Fatih Akins neuem Film hat sie nun alle überzeugt - und zudem ihren Regisseur glücklich gemacht.

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