US-Senatoren drohen Sassnitz zu "vernichten"

Es riecht nach Backfisch, die Sonne spiegelt sich glitzernd auf dem Wasser, träge dümpeln ein paar Segelboote vorbei. Es ist Sommerferienzeit in Deutschland. Und hier in Sassnitz auf der Ostsee-Ferieninsel Rügen erst recht. Selbst der Bürgermeister des 9000-Menschen-Städtchens hat Urlaub. Eigentlich. Wäre da nicht ein Drohbrief aus den USA.

“Es passiert ja nicht alle Tage, dass Sassnitz von 0 auf 100 in die weltpolitische Aufmerksamkeit rückt”, sagt Frank Kracht und lacht. Dann wird er gleich wieder ernst. “Ich muss diese Drohungen ernst nehmen. Denn zuerst geht es hier auch um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.”

Deutschland Bürgermeister von Sassnitz Frank Kracht (Imago Images/J. Koehler)

An sie ist der Drohbrief adressiert: Bürgermeister Kracht (links) und Fährhafenchef Sievers (Mitte)

Er redet von den Arbeitnehmern der Fährhafen Sassnitz GmbH. Dieses Unternehmen betreibt den Port Mukran. Der wiederum ist logistischer Knotenpunkt für die Fertigstellung der umstrittenen “Nord Stream 2″-Gaspipeline. Direkt aus Russland soll sie Gas nach Deutschland transportieren. Gut 150 Kilometer fehlen noch, bis sie fertig ist.

Die Kritik ist nicht neu, der Ton schon

Die USA wollen die Pipeline mit allen Mitteln verhindern. Die Kritik ist nicht neu.  Deutschland mache sich abhängig von russischem Gas, argumentieren die US-Amerikaner. Präsident Donald Trump wirft Deutschland vor, es lasse sich militärisch vor Russland schützen, verschaffe Moskau aber gleichzeitig hohe Einnahmen aus Gasexporten. 

Auch die Ukraine und Polen protestieren, dass die Pipeline in der Ostsee dazu führe, dass sie Milliarden an Transitgebühren verlieren. Kritiker sagen aber auch, die US-Amerikaner hätten eigene wirtschaftliche Interessen hinter ihrem harten Kurs, wollten selbst ihr Flüssiggas loswerden in Europa.  

US Senator Ted Cruz (picture-alliance/CNP/AdMedia)

Ted Cruz, republikanischer Senator aus Texas, droht Sassnitz. In der Vergangenheit war er damit schon einmal erfolgreich

Drei US-Senatoren, Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses, drohen dem Port Mukran in einem Brief direkt mit “vernichtenden” wirtschaftlichen und rechtlichen Sanktionen, sollte er es weiterhin erlauben, dass Schiffe für das Pipeline-Projekt ausgerüstet werden.

Einmal hat eine Drohung wie diese  schon funktioniert: Als der US-Senator Ted Cruz im Dezember letzten Jahres einen ähnlichen Brief an die Reederei Allseas mit Sitz in der Schweiz verschickte. Deren Spezialschiffe werden durch internationale Fonds finanziert, die Reederei zog daraufhin ihre zwei im Dezember letzten Jahres zurück. Seitdem hat sich an der Pipeline nichts getan.

Deutschland Fährhafen Sassnitz auf Rügen (DW/L. von Hammerstein)

Das russische Verlegeschiff Akademik Cherskiy

Die Akademik Cherskiy, ein russisches Schiff, soll die Arbeit jetzt zu Ende bringen. Sie muss noch technisch ausgestattet werden, um die fertigen Rohre, die im Port Mukran lagern, in die Ostsee zu bringen. Diese Arbeit liegt nun aber erstmal still, genau da setzt der Drohbrief der US-Amerikaner an. 

Bürger in Sassnitz beunruhigt

Eine “wirtschaftliche Kriegserklärung” nennt Grünen-Politiker Jürgen Trittin den Brief. “Ungeheuerlich” sagt auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und spricht von einem “Erpressungsversuch”.

Deutschland Fährhafen Sassnitz auf Rügen (DW/L. von Hammerstein)

Seit 50 Jahren lebt sie in Sassnitz: Susanne Bender

Auch am Stadthafen von Sassnitz hat man für die Politik der USA wenig Verständnis. Susanne Bender wohnt seit 50 Jahren in Sassnitz, sie betreibt den Frisch-Fisch-Räucher-Kutter “Heimat”. Bender verkauft Fischbrötchen, sie scheinen lecker zu sein, die Schlange ist lang.

“Es ist nicht in Ordnung, was der Trump macht. Was mischt der sich bei uns ein?”, sagt sie. “Nicht nur ich persönlich, sondern alle hier machen sich Sorgen. Wir sind ja alle abhängig vom Hafen.” Neben dem Tourismus ist der industrielle Fährhafen der wichtigste Arbeitgeber in der Region.

“Man baut sich was auf, und von hinten soll es jetzt wieder eingerissen werden”, sagt René Beinhoff, er verkauft Eis an der Sassnitzer Promenade. “So ein Schwachsinn!”

Deutschland Fährhafen Sassnitz auf Rügen (DW/L. von Hammerstein)

René Beinhoff betreibt einen Eisladen in Sassnitz

Auch Bürgermeister Frank Kracht betont, dass die Genehmigungen alle vorliegen würden, die Pipeline so gut wie fertig sei, zu 94 Prozent, man wolle daran festhalten. ”Es ist eine Drohung. Es gibt keine Sanktionen im Moment. Wir müssen das ernst nehmen, aber auch unsere Menschen beruhigen, dass sie da in keiner Art und Weise in dieses politische Geplänkel hereingezogen werden.”

Die Drohkulisse könnte wirken

“Die Sassnitzer scheinen noch nicht richtig verstanden zu haben, in welchen Abgrund sie da blicken”, sagt hingegen Sascha Lohmann. Er ist Politikwissenschaftler in der Forschungsgruppe Amerika der Stiftung Wissenschaft und Politik und forscht seit Jahren zu US-Sanktionen. 

Die Drohkulisse aus einem Mix an Sanktionen in dem Brief reiche, laut Lohmann, um die Finanzmarkt-Akteure im Hintergrund, also zum Beispiel die Hausbank des Fährhafens, zu verunsichern. “Die Senatoren verstehen genau, was für eine psychologische Wirkung diese Drohungen haben”, betont Lohmann. 

Berlin SWP Sascha Lohmann (Jens Meyer)

Sascha Lohmann von der Stiftung Wissenschaft und Politik sieht harte Zeiten auf Sassnitz zukommen

Dabei gehe es um Sekundär-Sanktionen, so Lohmann. Das bedeutet: Die USA verbieten ihren eigenen Unternehmen, Geschäfte mit von Sanktionen betroffenen Unternehmen zu machen, in diesem Fall also dem Port Mukran und seinen Geschäftspartnern.

Aus Sorge davor, erklärt der Politikwissenschaftler, zögen sich viele Geschäftspartner dann aber schon von vornherein zurück, sie verzichteten lieber auf das Geschäft mit Mukran als ihr gesamtes US-Geschäft zu riskieren. “Diese Finanzakteure würden dann dafür sorgen, dass der Hafen faktisch zahlungsunfähig wäre.”

Tun könne man derzeit dagegen kaum etwas.

Drohbrief statt Freundschaftsbesuch

Wie es jetzt weitergeht, darüber möchte niemand so wirklich konkret sprechen. Die “Akademik Cherskiy” liegt weiterhin im Fährhafen Mukran. Bisher scheint man von deutscher Seite an dem Projekt festhalten zu wollen. Einige Stimmen in der Politik fordern die Bundesregierung auf, Stellung zu beziehen, Gegen-Sanktionen zu erlassen.

Deutschland Fährhafen Sassnitz auf Rügen (DW/L. von Hammerstein)

150 Kilometer fehlen noch von der umstrittenen Pipeline

Davon hält Bürgermeister Kracht nicht viel. “Ich denke, es ist kontraproduktiv, genau so mit den gleichen Waffen zurückzurasseln. Ich glaube, eine friedliche Lösung und ein Miteinander steht uns gut zu Gesicht.” Wie genau dieses Miteinander aussehen soll oder wird, ist allerdings nicht ganz klar.

Die einzige Verbindung, die Sassnitz mit den USA habe, erzählt Kracht, sei eine Städtepartnerschaft mit Port Washington. Eigentlich sollte diesen Sommer sogar eine Gruppe Jugendliche nach Sassnitz reisen. Dann jedoch funkte Corona dazwischen und der Besuch musste abgesagt werden. Statt der reisefreudigen Teenager kam dann der Drohbrief aus den USA.

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Liveticker: RB Leipzig – Atletico Madrid

LEIPZIG – ATLETICO 2:1 (0:0)

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ABPFIFF

90.+8 Minute: Es wird immer noch gespielt. 

90.+7 Minute: Gimenez zieht Halstenberg um und sieht Gelb. Freistoß Leipzig, sechseinhalb Minuten sind bereits nachgespielt. 

90.+6 Minute: Auch die Nachspielzeit ist jetzt um. 

90.+5 Minute: Kampl haut den Ball zum wiederholten Male hinten raus. 

90.+4 Minute: Frke für Atletico, Keeper Jan Oblak ist mit vorne, kommt an den Ball und wird geblockt. 

90.+3 Minute: Freistoß Atletico aus dem Halbfeld: Gulacsi und Schick sind sich nicht einig, dann kann RB aber klären. 

90.+2 Minute: WECHSEL - NORDI MUKIELE kommt für Sabitzer, FELIPE ersetzt bei Atletico Koke.

90.+1 Minute: Fünf Minuten werden nachgespielt. 

90. Minute: Sabitzer bleibt nach einem Check von Gimenez am Boden liegen. 

88. Minute: TOR! TYLER ADAMS trifft für RB! Sabitzer mit einer feinen Direktverlängerung auf Angelino der in den Rücken der Abwehr legt. Adams nimmt an, zieht ab und sein eigentlich harmloser Schuss landet nach einem Abfälscher im Tor des machtlosen Oblak. 

87. Minute: Haidara sieht nach einem Ballverlust und anschließendem Foul Gelb. 

85. Minute: Haidara schickt Angelino, der aber den Ball nicht weiterverarbeiten kann. 

84. Minute: Freistoß für Atletico an der Eckfahne: Trippiers Flanke findet aber keinen Abnehmer. 

83. Minute: WECHSEL - Doppelwechsel bei RB, PATRICK SCHICK und AMADOU HAIDARA kommen für Olmo und Nkunku. 

82. Minute: Gelb für Kampl nach einem taktischen Foul. 

80. Minute: Ecke Atletico, wieder kurz: Carrasco zieht in den Strafraum und schließt ab. Sein abgefälschter Ball senkt sich gefährlich ab, geht aber vorbei. 

79. Minute: Felix treibt den Ball, keiner geht ihn an. Im Strafraum kann RB dann aber klären. 

77. Minute: Poulsen macht vorne den Ball nach Befreiungsschlag sehenswert fest, aber RB fehlt es dann momentan an Mitteln, daraus mehr zu machen. 

76. Minute: Adams mit gutem Einsatz gegen Carrasco, doch es ist ein Foul. 

74. Minute: Freistoß RB nach einem Foul an Olmo, Jiminez sieht Gelb. 

72. Minute: WECHSEL - TYLER ADAMS- ersetzt Laimer bei RB, ALVARO MORATA Diego Costa bei Atletico. 

71. Minute: TOR – JOAO FELIX tritt selber an und verwandelt mit einem strammen Schuss ins linke Eck. Gulacsi ist fast dran. 

70. Minute: ELFMETER – JOAO FELIX tanzt die gesamte RB-Hintermannschaft aus, LUKAS KLOSTERMANN bringt ihn zu Fall. 

68. Minute: Joao Felix steckt fein durch für Carrasco, der im letzten Moment gestoppt wird. 

67. Minute: Atletico jetzt druckvoll, aber Leipzig kann sich spielerisch stark befreien. 

65. Minute: Diego Costa halt nickelig gegen Upamecano nach, Marciniak verzichtet aber auf die Karte. 

64. Minute: Schnell und kurz ausgeführte Ecke von Atletico, es gibt direkt die nächste, nach der Costa in der Mitte zu Fall kommt – kein Elfmeter.  

63. Minute: Joao Felix mit seiner ersten Aktion auf dem Flügel, Laimer stoppt den Portugiesen per Foul. 

61. Minute: Lodi sieht für eine Schwalbe im Strafraum die erste Gelbe Karte der Partie. 

60. Minute: Olmo – neben Dortmunds Haaland nur der zweite Spieler, der in dieser CL-Saison für zwei Klubs getroffen hat - hat Platz und zieht ab, doch der Ball flutscht ihm über den Schlappen und geht beinahe ins Seitenaus. 

58. Minute: WECHSEL - JOAO FELIX kommt bei Atletico für Herrera. 

57. Minute: Upamecano probiert es aus der Distanz, aber kein Problem für Oblak. 

55. Minute: Halstenberg – jetzt auch bandagiert – klärt gegen Llorente und bekommt selber den Einwurf. 

53. Minute: Upamecano mit vollem Einsatz gegen Llorente im Strafraum, Gulacsi kann den Ball schließlich aufnehmen. Unstrittig: harter Einsatz, aber kein Foul. 

52. Minute: Jetzt kann Leipzig das Spiel, das Atletico so gerne spielt, machen und auf Konter lauern. 

51. Minute: TOR! RB kombiniert sich durch, dann kommt die Flanke von Sabitzer, die DANI OLMO per Kopf verwertet. 

50. Minute: Nkunku probiert es im Strafraum gegen zwei – ohne Erfolg. 

48. Minute: Leipzig steht hoch und stört früh, Olmo bekommt nach Foul einen Freistoß zugesprochen. 

46. Minute: Trippier mit einem schlechten Klärungsversuch, aber Poulsen und Olmo können nichts draus machen. 

WIEDERANPFIFF

Leipzig hat gegen Atletico mehr vom Spiel und ist Stammgast in der Hälfte der Spanier, die aber trotzdem die besseren Chancen hatten, wenn sie mal nach vorne kamen. Die beste vergibt Carrasco aus spitzem Winkel. Die Teams gehen in einer lebhaften Partie torlos in die Pause. 

HALBZEIT

45.+4 Minute: Lodi bringt den Freistoß, der bandagierte Savic kommt zum Kopfball, der aber weit vorbei geht. 

45.+3 Minute: Foul von Klostermann am hochaktiven Carrasco, der sich ein wenig übertrieben am Boden windet. 

45.+2 Minute: Upamecano kommt frei aus zentraler Position zum Kopfball und nickt Oblak den Ball in die Arme. 

45.+2 Minute: Nkunku und Angelino mit dem Doppelpass, Atletico klärt zur Ecke. 

45.+1 Minute: Vier Minuten gibt es extra. 

44. Minute: Kampl erobert den Ball in der Atletico-Vorwärtsbewegung, Marciniak entscheidet auf Foul. 

42. Minute: Ecke für Leipzig: Viel zu kurz getreten. 

41. Minute: Schöne Kombination der Leipziger, am Ende kommt Laimer am langen Pfosten per Kopf an den Ball. Doch statt aufs Tor zu köpfen, versucht er, abzulegen.   

39. Minute: Upamecano räumt Llorente rustikal ab, spielt aber klar den Ball zuerst. 

38. Minute: Beide Pechvögel stehen wieder und lachen, Savic ist bandagiert.

36. Minute: Savic hat einen dicken Cut davongetragen, Halstenberg liegt noch. 

35. Minute: Halstenberg und Savic knallen im Luftduell mit den Köpfen aneinander. Beide guckten nur auf den Ball und müssen behandelt werden. Alle anderen nutzen die Unterbrechung zur Flüssigkeitsaufnahme. 

33. Minute: Es geht gerade hin und her im Mittelfeld. Dann Carrasco im Strafraum am Ball. Klostermann kann aber klären. 

30. Minute: Leipzig spielt hinten gegen hochstehende Madrilenen ein riskantes Kurzpassspiel – geht aber alles gut. 

28. Minute: Nkunku steckt fein durch für Angelino, dessen Flanke Oblak aber abfangen kann. 

27. Minute: Atletico kommt wieder über links, Niguez kommt nach der Abwehraktion von RB an den Ball und verzieht deutlich. 

26. Minute: Freistoß RB: Halstenberg bekommt nicht genug Druck hinter seinen Kopfball. 

25. Minute: Poulsen und Olmo mit dem Doppelpass, dann ein vermeintliches Handspiel – schwer zu sehen. Tendenz: kein Elfmeter. 

24. Minute: Poulsen mit viel Platz auf rechts, doch Olmo verheddert sich nach dem Zuspiel des Dänen im Strafraum. 

23. Minute: Flanke Angelino, in der Mitte setzt sich Poulsen durch. Für den Geschmack von Schiedsrichter Marciniak aber nicht mit fairen Mitteln. 

20. Minute: Wieder ist Carrasco auf links durch, doch Halstenberg kann ihn ablaufen. 

19. Minute: Freistoß Atletico: Scharfer Ball, den Halstenberg mit der Fußspitze klären kann.

17. Minute: Kampl aus der Distanz, doch der Ball fliegt in den Abendhimmel von Lissabon. 

16. Minute: Carrasco setzt sich auf links gegen Zwei durch, rennt dann aber ins Toraus. 

15. Minute: Platz für Sabitzer, der Laimer steil schickt. Doch der Ball ist nicht präzise genug gespielt. 

13. Minute: Lodi lässt Laimer am linken Strafraumeck aussteigen, Carrasco kommt an den Ball und zieht trocken aufs kurze Eck ab, wo Gulacsi glänzend reagiert. 

12. Minute: Kampl mit Glück bei der Ballannahme im Strafraum, doch Sabitzer entscheidet sich nach dem Zuspiel wieder gegen den Torabschluss. 

10. Minute: Wieder Freistoß für die Spanier: Savic kommt mit dem Kopf an den Ball, aber Gulacsi ist da. 

9. Minute: Poulsen wird auf dem Weg nach vorne gehalten, doch der Pfiff bleibt aus. 

8. Minute: Sabitzer holt Carrasco von den Beinen – Freistoß Atletico. 

6. Minute: Konsequentes Angehen der Leipziger, Olmo erobert den Ball und bekommt dann das Foul gegen sich gepfiffen. 

4. Minute: Halstenberg kommt nach einer Kopfballabwehr frei zum Schuss, zieht aus etwa sieben Metern aber volley drüber. 

3. Minute: Laimer probiert es im Eins gegen Eins auf der rechten Seite, bricht dann aber ab. Dann ist Sabitzer in guter Position, entscheidet sich aber nicht für den Abschluss, sondern für die Flanke – Ecke. 

2. Minute: Jetzt die Spanier am Ball, doch wie zuvor bei RB misslingt ein langes Zuspiel. 

1. Minute: Anstoß Atletico, Leipzig erobert direkt mal den Ball. 

ANPFIFF

20:30 Uhr: Die Aufstellungen - Leipzig: 1 Gulacsi – 16 Klostermann, 5 Upamecano, 23 Halstenberg – 27 Laimer, 7 Sabitzer, 44 Kampl, 3 Angelino – 25 Olmo, 18 Nkunku – 9 Poulsen 

Atletico: 13 Jan Oblak – 23 Kieran Trippier, 15 Stefan Savic, 2 Gimenez, 12 Renan Lodi – 16 Herrera, 6 Koke, 8 Saul, 21 Carrasco – 14 Llorente, 19 Diego Costa 

20:15 Uhr: Die Bilanz - Noch nie trafen Leipzig und Atletico bislang aufeinander. Das heutige Spiel wird unabhängig vom Resultat das erste und vorerst letzte sein, denn zur Erinnerung: Die Champions-League-Finalrunde wird im K.o.-Spielmodus ohne Rückspiel ausgetragen.  

Ist RB Leipzig auch ohne Top-Stürmer Timo Werner stark genug, um sich gegen Atletico Madrid durchzusetzen? Der mögliche Halbfinal-Gegner beim Finalturnier in Lissabon steht schon fest: Dort warten Thomas Tuchel, Neymar und Paris St. Germain.

Wir berichten in unserem Liveticker ab 20.45 Uhr.

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Mittelmeer-Spannungen: Merkel unternimmt Vermittlungsversuch

Im östlichen Mittelmeer nehmen die Spannungen zwischen der Türkei und Griechenland zu. Die französische und griechische Marine unternahmen am Donnerstag eine gemeinsame Militärübung als Signal im Streit um die Rechte an Gas- und Ölvorkommen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan warnte seinerseits, dass jeder Angreifer eines türkischen Erkundungsbootes einen “hohen Preis” zahlen müsse.

Ein “wahrer Freund Griechenlands”

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor angekündigt, die französische Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer zu verstärken. Frankreich hat wie die EU die Türkei aufgefordert, Bohrungen nach Öl und Gas in umstrittenen Gewässern zu stoppen. Macron und der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatten am Mittwoch miteinander telefoniert. “Emmanuel Macron ist ein wahrer Freund Griechenlands und ein entschiedener Verteidiger europäischer Werte und des internationalen Rechts”, twitterte Mitsotakis danach auf französisch. Frankreich gehört auch wegen der Entwicklung im Bürgerkriegsland Libyen zu den schärfsten Kritikern der türkischen Regierung. “Wir sagen, dass ihr einen hohen Preis zahlen werdet, solltet ihr unser (Explorationsschiff) ‘Oruc Reis’ angreifen. Und sie haben heute die erste Antwort erhalten”, sagte Erdogan seinerseits in einer Rede in Ankara, ohne Details zu nennen. Die “Oruc Reis” hatte die Arbeit am Montag aufgenommen. Sie wird von türkischen Kriegsschiffen begleitet.

Merkel telefoniert

Seit Wochen gibt es wachsende Spannungen zwischen den NATO-Verbündeten Griechenland und der Türkei wegen sich überschneidender Ansprüche auf Seegebiete im östlichen Mittelmeer, in denen Öl- und Gasressourcen vermutet werden. Eines der Probleme ist, dass die Türkei und Libyen sich auf die Aufteilung ihrer Wirtschaftszonen im Mittelmeer geeinigt hatten – dies aber im Widerspruch zu einer ähnlichen Vereinbarung zwischen Griechenland und Ägypten steht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat versucht, in dem Konflikt zu vermitteln. Ein Regierungssprecher bestätigte auf Nachfrage, dass Merkel am Donnerstag erneut sowohl mit Erdogan als auch Mitsotakis telefoniert habe. Thema sei die Lage im östlichen Mittelmeer, hieß es weiter, ohne dass Details genannt wurden. Aber das sagt schon genug.

ml/kle (rtr, dpa)

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Israel und Vereinigte Arabische Emirate normalisieren Beziehungen

Die beiden Länder würden volle diplomatische Beziehungen aufnehmen, hieß es in einer Mitteilung, die der US-Präsident über Twitter verbreitete. Israel werde dafür im Gegenzug bestimmte Ansprüche auf von Palästinensern bewohnte Gebiete im Westjordanland aufgeben. “Ein großer Durchbruch heute”, schrieb Trump auf Twitter. “Ein historisches Friedensabkommen zwischen unseren beiden guten Freunden, Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten”, so der US-Präsident. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach ebenfalls von einem “historischen Tag”. Sein Koalitionspartner, Verteidigungsminister Benny Gantz, rief andere arabische Staaten auf, die Beziehungen zu Israel zu intensivieren und forderte “weitere Friedensvereinbarungen”.

Der Kronprinz von Abu Dhabi, Mohammed bin Said Al Nahjan, erklärte, in einem Telefonat mit Trump und Netanjahu sei die Einigung erzielt worden, die weitere israelische Annexion palästinensischer Gebiete zu stoppen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Israel hätten eine Kooperation und einen Fahrplan für bilateralen Beziehungen vereinbart. Mohammed bin Said fügte hinzu, Delegationen aus Israel und seinem Land würden in den nächsten Wochen zusammenkommen, um bilaterale Abkommen über Investitionen, Tourismus, Direktflüge, Sicherheit, die Errichtung von Botschaften und andere Angelegenheiten zu unterzeichnen. Abu Dhabi sprach außerdem von einem “Gewinn” für die Diplomatie und den gesamten Nahen Osten.

Auftakt für weitere Abkommen?

US-Außenminister Mike Pompeo sprach einem bedeutenden Schritt hin zu Frieden im Nahen Osten. Er fügte hinzu: “Die USA hoffen, dass dieser mutige Schritt der erste in einer Reihe von Vereinbarungen sein wird, die 72 Jahre der Feindseligkeiten in der Region beenden.” Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung demnach zeitnah im Weißen Haus in Washington.

Trump hatte in seinem im Januar vorgelegten Nahost-Plan grünes Licht für die Einverleibung eines Drittels des Westjordanlands durch Israel gegeben. Die Annexionspläne sorgen international für Kritik und lösten Befürchtungen vor einer neuen Welle der Gewalt aus.

Israel unterhält bislang keine diplomatischen Beziehungen zu den Golfstaaten. Das Land hat aber bereits diplomatische Beziehungen zu seinen Nachbarn Jordanien und Ägypten, deren Bevölkerung ebenfalls mehrheitlich muslimischen Glaubens ist. 

Schrittweise Entspannung

Die Beziehungen zwischen Israel und den Emiraten hatten sich in den vergangenen Jahren schrittweise verbessert. Offiziell haben die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen. Berichten zufolge haben die Emirate aber längst heimlich Kontakte mit Israel geknüpft. In den beiden Emiraten Abu Dhabi und Dubai leben schätzungsweise 3000 Menschen jüdischen Glaubens.

Nach Jahrzehnten des Konflikts mit den Palästinensern ist der Staat Israel in vielen Ländern des arabischen Raums weiterhin unbeliebt oder verhasst. Vor allem die Golf-Monarchien, darunter Saudi-Arabien und die Emirate, sehen den Iran inzwischen aber als größte Bedrohung für die Region an. Israel wird in Abu Dhabi und Riad deshalb auch als möglicher Partner beim Versuch gesehen, den Einfluss des Irans im Nahen Osten zurückzudrängen. 

Geteiltes Echo

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi begrüßte die Vereinbarung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er habe die entsprechende Mitteilung Israels, der “brüderlichen” Emirate und der USA mit “großem Interesse und Anerkennung” verfolgt. Er schätze die Bemühungen der Beteiligten, die für Frieden sorgen und Wohlstand und Stabilität in die Region bringen wollten.

Scharfe Kritik kam dagegen von der radikalislamischen Hamas, die den unter israelischer Blockade stehenden Gazastreifen regiert. Indem sie diplomatische Beziehungen mit Israel aufnähmen, belohnten die Vereinigten Arabischen Emirate “die israelische Besatzungspolitik und israelische Verbrechen”, sagte der Hamas-Sprecher Hasem Kasem der Nachrichtenagentur AFP. Die Vereinbarung diene nicht “der palästinensischen Sache”. 

kle/ml (afp, dpa, rtre, ape)

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Champions League: Alle Augen auf Thiago

Thiago Alcantara weiß in diesen Tagen, dass jedes Mal, wenn er das Trikot von Bayern München anzieht, es das letzte Mal sein könnte. Das unerbittliche K.o.-System beim Finalturnier der Champions League ohne Rückspiel lässt den Bayern und ihrem einflussreichen Mittelfeldspieler keinen Spielraum für Fehler.

Trotz seiner überragenden Qualitäten wird Thiago den FC Bayern nach Abschluss der Champions-League-Saison verlassen. Bayern-Trainer Hansi Flick hat angedeutet, dass der Klub Thiago seinen Wechselwunsch erfüllen wird. Für 30 Millionen Euro ist der Spanier zu haben.

Das wahrscheinlichstes Ziel Thiagos ist die Anfield Road, Heimat des englischen Meisters FC Liverpool. Jedenfalls deutete Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in dieser Woche vielsagend an: “Thiago ist jetzt 29, sobald die 3 vorne steht, wird es schwieriger, einen Topklub in Europa zu finden. Deshalb muss man ein bisschen Verständnis dafür haben”, so Rummenigge. “Thiago hatte einen Top-Klub in Spanien, einen Top-Klub in Deutschland vielleicht möchte er noch zu einem Top-Klub in England.”

Made in Barcelona

Als Absolvent der renommierten Akademie La Masia in Barcelona machte sich Thiago einst als Teil des Barca-Teams von Pep Guardiola einen Namen. Er gewann an der Seite von Lionel Messi, Xavi und Andres Iniesta die Champions League und wurde viermal spanischer Meister, bevor Guardiola seinen wertvollen Aktivposten 2013 nach Bayern mitbrachte.

Auch der jetzige Bayern-Trainer Hansi Flick hat die höchste Wertschätzung für seinen Mittelfeld-Maestro, aber vielleicht ist es genau diese Bewunderung für Thiagos persönliches und professionelles Auftreten, die dazu führt, dass Flick einem Wechsel nicht im Wege stehen will. Schließlich wird Thiagos Karriere auf Spitzenniveau nur noch ein paar Jahre dauern.

“Als Mensch und Sportler kann ich Thiago verstehen”, sagte Flick am Mittwoch der deutschen Boulevardzeitung SportBild. “Er will eine neue Herausforderung, was meiner Meinung nach die Premier League sein müsste.”

Erinnerungen an 2013 und 2015

Wenn die Bayern und der FC Barcelona nun im Champions-League-Viertelfinale aufeinander treffen, findet damit ein europäisches Spitzenduell seine Fortsetzung. Es sei daran erinnert, wie Lionel Messi 2015 im Camp Nou mit Jerome Boateng Katz-und-Maus spielte, als Barca die Bayern im Halbfinal-Hinspiel mit 3:0 besiegte. Damit war für die Katalanen der Weg ins Finale von Berlin geebnet, das die Bayern und Guardiola so gerne erreicht hätten.

Auch 2013 gab es eine Halbfinalbegegnung, die der FC Bayern dank eines überragenden Thomas Müller in der Endabrechnung beider Spiele klar mit 7:0 gewann. Interessanterweise hat nach den letzten beiden Aufeinandertreffen jeweils der Sieger dieses Duells später auch den Pokal geholt.

Aus der Bayern-Mannschaft von 2015 sind nur noch Manuel Neuer, Robert Lewandowski, Müller, Boateng und Thiago dabei – und es ist der Spanier, der die beiden Klubs untrennbar miteinander verbindet.

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